Pelletlager

Das Pelletlager befindet sich im Heizraum. Der Raum hat mit 5,8m x 4,5m (unterkellerte Doppelgarage) Platz genug, also habe ich entlang der Hinterwand die volle Breite genutzt: 5,8m x 1,6m x 2,5m. Das sollte Platz für etwa 18,5 m³ also 12t Pellets bieten. Wir benötigen rechnerisch etwa 7-8t/Jahr.

Die Einblasöffnung zeigt im Garagenboden senkrecht nach unten und macht auf der Deckenunterseite einen 90Grad-Bogen. Damit können die Pellets die 5m bis zur Prallmatte fast frei fliegen. Die Befüllstutzen habe ich mit einem ordentlichen Erdungskabel am Heizungsrohrnetz geerdet, welches wiederunm am Fundamenterder hängt.

Als Austragungssystem setze ich auf drei Absaugsonden am Boden (55 EUR/Stück: “Erich Kuhn, Pellets Saugsonde”). Jeweils am der Absaugsonde nächstgelegenen Punkt an der Wand des Lagers habe ich 50mm HT-Rohre entlang des Fussbodens verlegt, die etwa 10cm vor den Sonden enden. Wenn mal etwas klemmt, kann man hier mit einem Besenstiel eingreifen, ansonsten ist ein Deckel drauf. Die Umschalteinheit für die drei Absaugpunkte ist im Netz wirklich nur unverschämt teuer zu bekommen. Hier muß ich noch etwas basteln.

[Nachtrag Dezember 2013: seit fast zwei Monaten läuft die Absaugung über die erste Sonde vollkommen problemlos. März 14: weiterhin keinerlei Probleme. Einmal umklemmen auf die zweite Sonde nötig, da die erste leer gelaufen war]

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Bei der Trennwand, die das Pelletlager vom Heizraum trennt, möchte leider der Schornsteinfeger mitreden:

Entweder die Wand ist feuerhemmend oder der Heizraum ist feuerhemmend gegen das Haus abgesichert. Eine feuerhemmende Wand die bis zu 12t Pellets halten kann,  kann ich zu einem vernünftigen Preis nicht selbst bauen. Daher habe ich mich entschieden, die Wand in Holzständerbauweise auszuführen und stattdessen lieber die Türe des Heizraums feuerhemmend auszuführen.

Da der Raum über einen Estrich mit 3cm Styroporunterlage verfügt, habe ich ein Lastproblem. Obwohl ich die tatsächliche Tragfähigkeit nicht kenne, ist mit maximal 1625kg/qm sicher jedes Maß überschritten. Der Estrich wird also brechen, ich muß ihm nur zeigen wo er darf.

Es werden aber auch Estrich-Durchbrüche für die Balken der Holzständerwand benötigt – ich kann die Last schliesslich nicht über den Estrich abtragen.  Damit ist der Estrich im 67,5cm Takt mit rechteckigen Löchern für die Balken mit Balkenschuhen versehen. Das sind ideale Sollbruchstellen für den Estrich und er weiss hoffentlich, entlang welcher Linie er brechen soll. Ich muß das nur mit einer horizontalen Leiste am Übergang Estrich-Holzständerwand absichern, damit der entstehende Spalt für die Pellets kein Weg in die Freiheit wird.

Die Fugen habe ich mit Silikon abgedichtet, die Türe mit selbstklebenden Schaumstoffstreifen. Apropos: die Türe ist einfach ein Stück OSB Platte mit Scharnieren auf der Aussenseite der Balken angeschraubt. Sorgfältig gesägt, um die Spalten so klein wie möglich zu halten. Die Last der Pellets wird auf der Innenseite duch eine Reihe stabile Bretter gehalten.  Ein Fenster als Türe einzubauen, wie das gerne gemacht wird, kann ich nicht empfehlen, das wäre wirklich unnötiger Aufwand.

Hier ein Bild aus der Bauphase:

IMG_0668_small Schön sieht man, wie ich zunächst einen kompletten Graben ziehen wollte, dann aber eingesehen habe, dass einzelne Löcher für jeden Balken einfacher sind…

Die Maße sind: 120x80cm Balken alle 67,5cm. Darauf von innen dann 22mm OSB-Platten. Mehr Bilder unter “Bilder”

[Nachtrag Oktober 2013: 8t sind drin! Kein Staub, kein Bruch und ein Lob vom Pelletlieferanten.]